Die Übernahme...

 
     
 

Lesen Sie hier, wie die Belegschaft nach meiner Meinung angelogen und/oder getäuscht wurde. Wie der ehemalige Geschäftsführer mit  Zustimmung des Insolvenzverwalters noch mit Plus aus der Sache rausgeht - und die Belegschaft vollkommen leer ausgeht.

Dieser Bericht stellt im Zusammenhang mit den vorgefallenen Ereignissen in der Insolvenz meine ganz persönliche Meinung dar. Da ich kein Jurist bin, habe ich die entsprechenden Gesetze und Vorschriften auch wie ein Laie interpretiert. Sofern meine Interpretation nicht zutrifft, stellt sich aber die Frage, ob trotzdem alles Rechtens war. Ich habe mich bemüht, keine Persönlichkeitsrechte Dritter zu verletzen. Sollte mir das nicht gelungen sein, reicht eine einfache Mail zur Abstellung. Siehe dazu auch mein Impressum.

 
     
 

      vor 2001: siehe Teile 1 und 2 des Berichtes.     

2001: So, nun waren wir also Autopark Brau.

Das Oldenburger Unternehmen hat, bzw. hatte,  eine lange Tradition. Die Firma wurde 1920 von Heinrich Brau gegründet, ab 1928 war diese Firma schon "autorisierter Ford-Verkaufs- und Reparaturdienst".

Geleitet wurde diese Firma 2002 von Chris S., dem geschäftsführenden Gesellschafter. Er war so, wie ich persönlich mir einen gerissenen, mit allen Wassern gewaschenen Geschäftsmann vorstelle. Auf jeden Fall war er mindestens doppelt so clever, wie seine beiden "Nachfolger". Man munkelt, zum Zeitpunkt des Verkaufs habe er mehr gewusst, als die Käufer...

 
   

Leider darf Chris S. laut verschiedenen Zeitungsberichten Deutschland nicht mehr betreten. Außer er geht das Risiko ein, verhaftet zu werden....  siehe HIER

Er lebt jetzt im sonnigen Florida. Was er da so treibt, können Sie HIER sehen.

 
 

Chris S. hatte aus dem Autohaus Brau eine Gruppe mit 350 Mitarbeitern und 24 Autohäusern geformt – und damit offenbar die Kapitaldecke überstrapaziert. 2004 hatte er je 40 Prozent an seine Nachfolger Sven J. und Stephan P. verkauft. Quelle: nwzonline.de

Böse Zungen behaupten, das er das Ende der Firma schon kommen sah, seine beiden Nachfolger aber nicht....

[LINK: Vorstellung der neuen Führungsmannschaft]

Nun gut - jetzt war also Stephan P. unser Chef. Aber nicht lange: Ende 2005 war die Firma (schon wieder) insolvent. Eigentlich kein Wunder: Vom kaufmännischen hatte er nach meiner Meinung  genau so viel Ahnung wie eine Kuh vom fliegen.

Unter Stephan P. nahm die Schleimerei und Anscheißerei in "unserer" Firma nach meinem Gefühl noch mehr zu. Sehr zum Nachteil des Betriebsklimas. Es soll Kollegen gegeben haben, die bis nach Feierabend gewartet haben, um sich selbst ins rechte Licht zu rücken - und andere in den Schatten zu stellen. Aber das gefiel ihm wohl sehr... Und für einige hat es sich auch gelohnt. Ob die noch in den Spiegel gucken können, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nachdem ich unter Firma Jahns schon ein leichtes Mobbinggefühl hatte, so verstärkte sich dieses jetzt enorm. Einzelheiten will ich dazu nicht schreiben. Ich will mich hier auf das Wesentliche beschränken: Auf die Abwicklung der Insolvenz. Na gut, vielleicht noch eine kleine Einzelheit. Gleich zu Beginn hätte er gern die Eingruppierung der Mitarbeiter geändert, und damit zum größten Teil die Löhne gekürzt.

 

 
     
  Mein Lohn sollte z.B. um 12,25% gesenkt werden. Natürlich hat das, wie in den meisten anderen Fällen auch  -zum Glück- nicht geklappt. Man muss sich eben nur wehren! 

Außerdem kann man die Eingruppierung nicht einfach willkürlich ändern. Von insgesamt 5 Angestellten-Gruppen, die es im Kfz-Gewerbe gibt, war ich in Gruppe 4 eingruppiert. Gruppe 5 war undefiniert, ohne weitere Beschreibung, dort konnte man also nur  nach Geschmack des Chefs unterkommen. Wird im Volksmund auch Kriecher- oder Schleimergruppe genannt.

 

 
     
 

Das hat uns gerade noch gefehlt: VOLVO kommt dazu...

 
   

Ab Frühjahr bekamen wir zu den Marken Ford und Jaguar noch Volvo dazu. Eine Investition (Umbau der Ausstellungshalle -schließlich sollte die Volvo-Kundschaft nicht mit den popeligen Ford-Kunden zusammenkommen-, Spezialwerkzeug, Ausbildung und und und), die sich nicht lohnen sollte.

Volvo-Eröffnung

Mitarbeiter während der Eröffnungsfeier (von links nach rechts): Steffan Woitascheck (seit Juni 1992 in der Firma), meine Wenigkeit, Diedrich Pape (seit April 1961 in der Firma, leider schon verstorben) und Georg Kühne (seit April 1961 in der Firma). Im Hintergund, mit dem Rücken zum Bild, Hans Kursawe (seit April 1955 in der Firma). (c) Fotos: Fritz Kamm

 

Trotzdem habe ich meine Arbeit immer sehr ernst genommen. Während einige kräftig mithalfen insolvent zu werden, sah ich zu, das nicht zu viel verschenkt wurde. Besonders im Bezug auf nicht aufgeschriebene Ersatzteile war ich da sehr erfolgreich. Hätte ich nur 20% vom Wert aller fehlenden Teile erhalten, wäre ich heute ein gemachter Mann und müsste nicht von meiner EU-Rente leben. Da einige Lieblings-Mitarbeiter zwar alles konnten und alles machten, aber für die Abrechnung überfordert waren, würde mir auch schon ein kleiner Teil aus der "Ablage P" genügen, in der ganze Jaguar-Getriebe lagen.  Hier ein kurzer Ausschnitt aus meinen ellenlangen Teile-Listen:

 

Wer nun denkt, das ich dafür wenigstens eine kleine Anerkennung erhalten hätte.... weit gefehlt. Mobbing war angesagt.

 

 

 
     
 

Ich habe mich auch in dieser Firma arrangiert und volle Leistung gegeben. Deswegen bin ich enttäuscht, das ich nicht auch volles Gehalt bekommen habe - und zum Abschluss nur angelogen wurde und eine wertlose Zusage über eine Abfindung erhielt. Beispielsweise habe ich in meiner Freizeit ein Programm geschrieben, das wichtige Werkstatt-Kennzahlen zur Auswertung liefert. SIEHE HIER

Oder ein Programm um SparDepots zu erstellen / zu verwalten. SIEHE HIER

Ich könnte diese Aufzählung fortsetzen, ist aber vielleicht nicht so interessant.

 

 
     
   

2004: Eben noch Fiesta an Miss Germany verschenkt, jetzt schon die ersten Zahlungsschwierigkeiten.

 
 

Zwar konnte man 2004 noch einen Ford-Fiesta im Wert von 15.000 Euro an Miss Germany 2004 verschenken,

[...] Als Gewinn erhielt die neue Miss Germany einen Ford Fiesta im Wert von 15.000 Euro vom Autopark BRAU [...]

und damit großartig in Zeitungsbeilagen werben, doch für`s Gehalt wurde nicht vorgesorgt:

 

 
 

2004: Die ersten offiziellen Zahlungsschwierigkeiten

 
 

 

Bereits Ende 2004 kam es zu offensichtlichen Zahlungsschwierigkeiten: Die tarifliche Sonderzahlung  (fällig 1.12.2004) konnte nicht mehr gezahlt werden. Im Januar 2005 wurde ein kleiner Abschlag ausbezahlt, auf den Rest in Höhe von 872,20 Euro warte ich noch heute.

 

Ganz offensichtlich war es im Laufe des Jahres 2004 nicht möglich, die erforderlichen Rücklagen zu bilden. Dabei handelte es sich ja nicht um unerwartete Ausgaben, sondern um einplanbare Gehaltszahlungen.

 

 
   

 

 

 

Nach § 266a Abs. 1 StGB macht sich auch strafbar, wer zwar zum Fälligkeitszeitpunkt nicht leistungsfähig war, es aber bei Anzeichen von Liquiditätsproblemen unterlassen hat, Sicherungsvorkehrungen für die Zahlung von Arbeitnehmerbeiträgen zu treffen.

 
 

Mitte 2005: Für Urlaubsgeld (Tarif) reicht's auch nicht mehr

 
   

Im Sommer 2005 konnte das fällige Urlaubsgeld nicht mehr gezahlt werden. Einen Teil habe ich später vom Arbeitsamt (Insolvenzausfallgeld) nachbezahlt bekommen, auf den Rest in Höhe von 1.079,68 Euro warte ich auch noch. Vermutlich vergebens...

 

 
 

Mahnungen, Mahnungen - nichts als Mahnungen...

 
 

 

Nun häuften sich auch die Mahnungen, die bei uns eingingen. Auch von Krankenkassen, da fällige Sozialabgaben nicht überwiesen wurden. Da es sich schon rumgesprochen hatte, erhielten wir Ware nur noch geben Barzahlung.  Offensichtlich war kein Geld mehr vorhanden. Auch keins mehr, das man zwischen Hildesheim, Oldenburg und Goslar verschieben konnte - wenn die Banken z.B. geprüft haben.

Trotzdem wurde keine Insolvenz angemeldet, obwohl die Firma weit länger als 3 Wochen zahlungsunfähig war. Gerade für das Gehalt hat es noch gereicht - na ja, nicht bis zum Schluss....

 

 
 

Insolvenzverschleppung? Nach meiner Meinung: JA !

 
   

Im Zusammenhang mit den ausstehenden Zahlungen, hat ein Betriebsratmitglied aus Hildesheim den Geschäftsführer Stephan P. darauf hingewiesen, das er bei Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden muss, was er aber entrüstet ablehnte.

 

 

§

Insolvenzverschleppung nach § 84 Abs. 1, § 64 GmbHG

Nach §266a StGB erfüllt bereits eine verspätete Zahlung den Tatbestand einer "Veruntreuung von Arbeitsentgelten". Da die Firma offensichtlich nicht mehr zahlungsfähig war, hätte jetzt der Geschäftsführer P. nach § 64 GmbHG seiner Pflicht nachkommen müssen, die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu beantragen. Dazu kommt, das er von einem Betriebsratmitglied darauf hingewiesen wurde. (!)

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Nach § 266a Abs. 1 StGB macht sich auch strafbar, wer zwar zum Fälligkeitszeitpunkt nicht leistungsfähig war, es aber bei Anzeichen von Liquiditätsproblemen unterlassen hat, Sicherungsvorkehrungen für die Zahlung von Arbeitnehmerbeiträgen zu treffen.

Der Geschäftsführer ein GmbH ist verpflichtet, spätestens innerhalb von drei Wochen nach Vorliegen der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft zu stellen.

 

 
 

 

 

 
 

Ein wertloses Ehrenwort von Stephan P.

 
   

Als Betriebsratsmitglied sprach ich mit S.P. über die ausstehenden Gelder. Einem Verzicht konnte ich nicht zustimmen, einer Stundung sehr wohl.  In diesem Gespräch sagte Stefan P. zu mir: "Ich gebe Ihnen mein persönliches Ehrenwort*, das alles nachbezahlt wird".

Nachdem die Firma Brau nun schon seit längerer Zeit nichts mehr auf Rechnung bekam, fast nur noch Mahnungen in der Post waren, wurde dann am 14.9.2005 ein Antrag auf Insolvenz gestellt. Offiziell eröffnet wurde das Verfahren dann am 2.12.2005.[ Verfahrensdaten siehe HIER]

Seltsamer Weise durfte ich die Tageseinnahmen bis zur offiziellen Insolvenzeröffnung nicht mehr bei der örtlichen Bank einzahlen. Das Geld wurde per Kurier nach Hildesheim gebracht.

Auf meine Frage an den Goslarer Geschäftsführer, warum wir nichts mehr in Goslar einzahlen dürfen, und wo das Geld denn bleibe, antwortete dieser mit einem Schulterzucken: "Ich lege das Geld Herrn Stephan P. auf den Tisch, mehr weiß ich nicht."

Anm: Hätte ich es man selbst behalten :-)

 

Die Banken haben natürlich sofort ihr Geld gerettet. Die Autos wurden per LKW abgeholt. Dazu könnte ich noch was schreiben, werde mich aber hüten...

 

 

 

 
     

1987, Kiel, Uwe Barschel: "...mein Ehrenwort; ich wiederhole: Ich gebe ihnen mein Ehrenwort...."  Kurze Zeit später lag er tot in der Badewanne.

2005, Goslar, Stephan P.: "Ich gebe Ihnen mein persönliches Ehrenwort....". Hat auch nicht gestimmt.


* Eh-ren-wort das; nur Sg. meist in jemanden sein Ehrenwort (auf etwas (Akk)) geben jemanden etwas feierlich versprechen oder versichern: Ich gebe dir mein Ehrenwort (darauf)..

Abgabe einer Erklärung unter Verpfändung der Ehre


Zum Thema "Ehrenwort" erreichte mich u.A. diese Zuschrift:

...wir haben früher gesagt: "Wenn ich wortbrüchig werde, dann will ich ein ehrloser Lump genannt werden.." Diese Zeiten sind aber vorbei. Früher konnte man sich auf ein Wort verlassen...

 

 
     
 

Der Insolvenzverwalter....

 
     
  §  ... Der Insolvenzverwalter übt ein ihm vom Insolvenzgericht auferlegtes Amt aus. Er vertritt die Interessen aller Gläubiger und ist an Recht und Gesetz gebunden. Der Verwalter hat die Masse bestmöglich zu verwerten und an die Gläubiger zu verteilen...

Soweit die Theorie. Aber in der Theorie funktioniert der Kommunismus ja auch...

Nach meiner Meinung, nach meiner Überzeugung, hat der Insolvenzverwalter zu keinem Zeitpunkt die Interessen der Goslarer Beschäftigten (=Gläubiger) vertreten, sondern ausschließlich die Interessen des Geschäftsführers.

 
     
   

"Unser" Insolvenzverwalter war (und ist es immer noch) Rechtsanwalt Dr. Steffen K.. Ich habe ihn einmal in Goslar und ein weiteres Mal in Hildesheim gesehen. Ich staunte nicht schlecht über seinen Scheitel: Wie mit der Axt gezogen. Messerscharfe Bügelfalten, und die Schuhe blitzten so stark, das man besser eine Sonnenbrille aufgesetzt hätte. Insgesamt machte er mir den Eindruck, das er es in der Schule bestimmt nicht einfach hatte. Sicher war er einer der Jungs, denen man immer die Mütze klaute. Ein Streber eben...  Egal, Leistung muss anerkannt werden. Schließlich schafft es nicht jeder, Doktor zu werden. Und ein paar schaffen es noch nicht mal, Doktor  zu bleiben...  Nach allem, was man so hörte, war das sein erstes Autohaus, das er abwickelte. Dazu später mehr...

Auf jeden Fall haben sich der Insolvenzverwalter und der Geschäftsführer wohl auf den ersten Blick ineinander verliebt, oder sie waren es vorher schon.  So jedenfalls mein Eindruck. Das der Geschäftsführer zwischenzeitlich für den Insolvenzverwalter tätig sein soll, bestätigt wohl meine Vermutung - aber man weiß es nicht :-)  Auf jeden Fall wäre es dann ein grober Verstoß gegen den Grundsatz, das ein Insolvenzverwalter vom Schuldner unabhängig sein muss. Es gibt da auch eine Volksweißheit zu, die ich hier aber nicht veröffentlichen möchte. Beleidigung ist nicht das Ziel meiner Geschichte.

Jetzt habe ich mich ein wenig in Satire versucht. Das entspricht zwar nicht dem Ernst dieser Angelegenheit, lockert aber etwas auf.

 

 
 

Eine dreiste Lüge zur Beruhigung

 
  Nachdem nun feststand, das es zu Ende geht, war die ganze Mannschaft natürlich sehr aufgeregt. Das legte sich aber, als es hieß, das es einen Sozialplan geben wird. Ein Mitglied der Geschäftsführung, Herr Gerd W.,

 

kreiste in Goslar rum und verkündete: "...macht Euch keine Sorgen, es werden 300.000 Euro über einen Sozialplan verteilt...."

Man hätten diesen Worten von Anfang an keinen Glauben schenken sollen. War Herr Gerd W. doch für seine [selbst zensiert] bekannt. So stelle er regelmäßig Leute ohne Zustimmung des Betriebsrates ein. Diese holte er sich dann erst anschließend mit der Beteuerung" Das habe ich vergessen, nächstes Mal.....". Wer also bei Kenntnis der Rechtslage gegen das Betriebsverfassungsgesetzt verstößt - dem könnte man auch Lügerei zutrauen...

Ganze Herscharen machten sich an die Berechnung, wie das Geld denn nun verteilt werden sollte. Es wurde ein Punktesystem ausgearbeitet, das u.a. Betriebszugehörigkeit, Alter, ect. enthielt. Nach diesem Punktesystem sollte ich z.B. 15.116,40 Euro erhalten...  Sollte...


Ich habe diese Platte abzugeben. Springt etwas und spielt immer den gleichen Satz:    

 

 
     
Leverkusen, 2000: Christoph Daum gibt eine Haarprobe ab: ""Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe".  Und das obwohl er genau wusste, dass Uli Hoeneß mit seinem bösen Wort vom "verschnupften Daum" nicht falsch lag.

Goslar, 2005: Gerd W. "...macht Euch keine Sorgen, 300.000 Euro werden über einen Sozialplan verteilt..." Und das, obwohl er genau wusste, dass....

Also ehrlich: Christop Daum ist mir da lieber. Er hat gekokst - na und? Dadurch wurde niemand geschädigt...

 
     
 

Freistellung und Kündigung

 
   

Mit Schreiben vom 25.11.2005 wurde ich (und andere) dann per 2.12.2005 von der Arbeitsleistung freigestellt. Obwohl der Insolvenzverwalter später in einer Stellungnahme gegenüber dem Insolvenzgericht schreibt, das er P. nicht zum Geschäftsführer bestellt hat, bezeichnet P. sich selbst so:

 

 
 

IV Dr. Stephan K. : Unwissender oder dreister Täuscher ?

 
  Die endgültige Kündigung aller 34 Mitarbeiter kam dann auch vom Insolvenzverwalter persönlich:

Nach meinem Verständnis war diese Kündigung mit einer Abfindungsregelung gekoppelt. Da später dann Masseunzulänglichkeit angezeigt wurde, kann ich das ganze nur als Beruhigungsmaßnahme, ja als Lüge oder Täuschung bezeichnen. Entweder waren die 300.000 Euro nie vorhanden, oder aber sie sind plötzlich verschwunden... ? Wenn ich mich für eine Lösung entscheiden müsste, würde ich "verschwunden" wählen, aber das weiß ich natürlich nicht...

 

 

 
     
Berlin, 1961: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen". Kurze Zeit später wurde sie angefangen.

Goslar, 2005: "...Ausgleich, bzw. Milderung der mit der Kündigung verbundenen Härte wurde ... ein Interessenausgleich und ein Sozialplan vereinbart....". Kurze Zeit später wurde mitgeteilt, das kein Geld da ist.

 
     
 

Die Belegschaft sollte glauben(!) eine Sozialplanabfindung zu erhalten.

 
   

Sehr viel wahrscheinlicher ist aber diese Theorie: Die gekündigten sollten glauben, die versprochene Sozialplanabfindung zu erhalten, und somit auf eine Kündigungsschutzklage verzichten. Nach meiner Meinung war der Sozialplan nur zur Beruhigung und zur Beschäftigung, bzw. Ablenkung da. Es wurde NIE daran gedacht, diesen auch zu erfüllen.

 

 
     
 

§ Eine Täuschung kann durch Vorspielen falscher Tatsachen, aber auch durch einfaches Verschweigen einer Tatsacht hervorgerufen werden. Der arglistig Handelnde muss die Unrichtigkeit seiner Angaben kennen, oder für möglich halten (!)

 
     
 

 

Der

Betriebsrat

 

Nicht ohne Grund hatte man mich als Betriebsrat gleich zu Beginn von der Arbeit freigestellt. Mit den verbliebenen 2 BR-Mitgliedern hatte man leichtes Spiel, da diese -na sagen wir mal höflich-  "Null Ahnung" hatten. Freudestrahlend waren Sie an den Kündigungen "beteiligt" und haben diesen zugestimmt. (Alle Achtung!) Allerdings hatten sie überhaupt keine Vorkehrungen zur Einhaltung der Vereinbarungen getroffen. Sie haben sich austricksen lassen und waren unfähig die Interessen der Mannschaft zu vertreten.

 
     
 

Trick 17 rückwärts, oder eine falsche Behauptung:

 
  Am  27. Dezember 2005 kündigte der Insolvenzverwalter alle 34 Goslarer Mitarbeiter aus betriebsbedingten Gründen zum 31. März 2006. Da stand wohl schon längst fest, das die Firma Brau von der Firma Hentschel, Hannover übernommen wird. Und zwar schon zum 1. März 2006. Dieses Ereignis hat die Firmengruppe auf ihrer Homepage publik gemacht,[ siehe HIER ]. (sollte die Seite nicht mehr vorhanden sein, können Sie HIER eine gespeicherte Version ansehen)

 

 

 
     
 

§ Kein einziger Goslarer Mitarbeiter wurde vom Insolvenzverwalter über die Übernahme informiert!

Grund: Firma Hentschel hätte uns bei der Betriebsübernahme übernehmen müssen - und hätte für die Verbindlichkeiten gegenüber den Arbeitnehmern aufkommen müssen.

Der Trick: Es wurde einfach behauptet (!) das es sich bei der Firma Brau in Goslar nicht um eine Filiale, sondern um einen eigenständigen Betrieb gehandelt hat. Diese Behauptung ist falsch. Sie wird aber nicht nachgeprüft, das Insolvenzgericht in Hildesheim interessiert sich nicht dafür.

 

 
     
   
   

Nicht nur, das in Firmenwerbung ausdrücklich von Filialen gesprochen wird,

nein - die Vorraussetzungen für eine Eigenständigkeit lagen überhaupt nicht vor! Maßgeblich für eine Eigenständigkeit ist nämlich, das der Betriebsteil eigene Entscheidungsbefugnisse im Personal- und Sozialwesen besitzt. Diese Voraussetzungen lagen definitiv nicht vor!

Alle Entscheidungen wurden in Hildesheim getroffen. In Goslar gab es keine Buchhaltung, keine Disposition, kein nichts....Noch nicht einmal eigenes Briefpapier.  Es gibt noch mehrere Gründe, warum Goslar nicht eigenständig war - sondern eine Filiale!

 

 

 
     
  Es ist mehr als dreist, einfach zu behaupten, Goslar sei ein eigenständiger Betrieb. Wenn das so gewesen wäre, dann würde es den Betrieb in Goslar noch geben. Wie uns der Filialleiter in der letzten Zeit vor der Insolvenz immer wieder versichert hat, sei Goslar der einzige Betrieb innerhalb der Firmengruppe, der noch Gewinn erwirtschaftet.

Da ich persönlich die täglichen Management-Berichte erstellt habe, kann ich sagen, das die Goslarer Werkstatt in Bezug auf Auslastung, Produktivität und Leistungsgrad mehr als überlebensfähig war.

 
     
 

Außerdem "verschwanden" 2 Goslarer Mitarbeiter während der Insolvenz plötzlich nach Hildesheim. Bei eigenständigen Betrieben würde das bedeuten, das der insolvente Betrieb in Hildesheim während der Insolvenz Mitarbeiter eingestellt hätte. Na, wer das glaubt...

So etwas kann nur passieren, wenn sich weder die Öffentlichkeit, noch Politiker oder Gewerkschaften für die Angelegenheit interessieren. Aber die hatten keine Zeit, da sie zu dieser Zeit bei Quelle und Opel rumturnen müssen...

..oder auch bei Schlecker. Schlecker war wenigstens so clever eine neue Firma zu gründen, um die Mitarbeiter los zu werden. In diesem Fall hat man sich noch nicht einmal diese Mühe gemacht. Es wird einfach nur behauptet, die Filiale in Goslar sei eigenständig. Und schon ist alles erledigt. Stellen Sie sich einfach mal vor was passieren würde, wenn Schlecker behaupten würde, das alle Filialen eigenständige Betriebe seien...

Das ganze war auch so geplant. Siehe hier.

 

 
 

Kaum zu glauben, aber wahr...

 
 

 

Diese Firma kauft nun Fahrzeuge im großen Stiel von der insolventen Firma Brau (bei der beide noch beschäftigt sind!). Verkäufer und Käufer sind also die gleichen Personen! Sicher kann sich jeder denken, für welche Preise die Autos verschenkt (Korrektur: verkauft) wurden.

Einerseits soll der IV dafür sorgen, das möglichst viel Geld eingenommen wird. Andererseits beschäftigt er einen Verkaufsleiter der neben seiner Tätigkeit in der Firma noch selbstständig ist und sich die Autos praktisch selbst verkauft. Wenn das kein Interessenkonflikt ist...

Ein eigenes Firmengelände war überhaupt nicht vorhanden, und auch nicht nötig: Die Autos wurden mit gutem Gewinn gleich weiterverkauft. Wie mir erzählt wurde, hat man sich die Finger nach diesen Fahrzeugen geleckt.

 

 
     
  Der Insolvenzverwalter lässt es zu, das Autos an eine Firma in der Firma verkauft werden! Nur, weil sie noch gute Gewinne hachen konnten, hat die Firma Harzgarage diese Autos gekauft.

Hätten sie die Autos zu marktüblichen Preisen angekauft, wäre nichts mehr übrig geblieben. So aber konnten sie einen satten Gewinn in die Tasche stecken. Und das zum Nachteil aller Gläubiger incl. der Belegschaft.

Nur um hier Geld abzusahnen, wurde die Firma Harzgarage überhaupt gegründet. Nach "Abwicklung" wurde die Firma wieder gelöscht und die beiden Beteiligten haben jeweils eine eigene Firma gegründet. Das sagt wohl alles.

Rechtlich könnte das UNTREUE bedeuten, wenn sich Angestellte auf diese Weise finanzielle Vorteile verschaffen. All dies ist unter den Augen des IV passiert!

 

 
     
  Nachdem die Filiale in Goslar geschlossen wurde und der Hauptbetrieb in Hildesheim verkauft wurde, haben die beiden Beteiligten jeweils eine eigene Firma gegründet:

Geschäftsführer S. P.: [Autogalerie Alfeld]

Verkaufsleiter K. P.: [PatockCaR Auto plus GmbH]

Die Firma Harzgarage wurde gelöscht.

Geschäftsführer S. P. soll zwischenzeitlich neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Autogalerie Alfeld so nebenbei für den Insolvenzverwalter Dr. K. tätig sein. So hat er z.B. bei der Insolvenz vom Autohaus Lemke in Goslar "geholfen". Seine Arbeit wurde nicht unerheblich honoriert, wie mir mitgeteilt wurde. So eben mal 10.000€ hätte ich auch gern.  Siehe hier.

In einer Stellungnahme gegenüber dem Gericht schreibt der Insolvenzverwalter:

Das der "Geschäftspartner" der Verkaufsleiter war (also der, der für den Verkauf verantwortlich zeichnet und somit auch die Preise macht) steht nicht in dem Schreiben. Außerdem firmiert "das Unternehmen" nicht zwischenzeitlich als Autoplus Gmbh, sondern Autoplus ist ein neues Unternehmen, das nach der Löschung -wie die Firma Autogalerie Alfeld auch- neu gegründet wurde.

 

 
   

 

 

 

Nochmals zusammenfassend: Die Firma Harzgarage bestand aus dem amtierenden Verkaufsleiter und der Ehefrau des Geschäftsführers.

Wer hier nichts böses ahnt, muss schon extrem blauäugig sein!

 
 

Arbeit lohnt sich nicht, faule Tricks schon eher...

 
   

Fazit dieser ganzen Geschichte, die ich bei Gelegenheit vielleicht noch erweitern werde:

Arbeit lohnt sich nicht. Nach 35 Jahren Arbeit geht man mit einem Minus nach Hause. Paradox ist, das gerade die Klientel der FDP ("... Arbeit muss sich wieder lohnen....") dafür sorgt, das sich Arbeit eben nicht lohnt. Wie sie gelesen haben, geht der Geschäftsführer gut aus seiner Insolvenz - die Mitarbeiter gehen leer aus. Aber die haben auch keine Lobby. Nur wenn es sich um große Namen wie Quelle oder Opel handelt, dann wollen sich dort alle profilieren und halten große Reden. Das gilt ebenso für Gewerkschaftler.

Insgesamt bin ich also mit folgendem Minus aus dem Berufsleben ausgeschieden:

 

 

Tarifliches Weihnachtsgeld 2004 872,20 Euro
Tarifliches Urlaubsgeld 2005 1079,68 Euro
Gehalt Dezember 2005 *     2434,13 Euro
Gehalt Januar bis März 2006 *    10074,74 Euro
Sozialplanforderung 15116,40 Euro
Gesamt:

29577,15 Euro

   

* abzüglich gezahltes Arbeitslosengeld

 
 

Sicher kann sich jeder vorstellen, das ich das Geld als Erwerbsunfähigkeitsrentner gut gebrauchen könnte. Da alle aufgeführten Beträge auch sozialversicherungspflichtig sind, kommt noch hinzu, das sich meine Rente um 26,37 Euro / pro Monat erhöht hätte. Viel Geld für einen EU-Rentner.

 

 
     
   

Das eine Firma pleite geht... gut, das kann passieren und ist bei einem Geschäftsführer ohne kaufmännischen Hintergrund und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen sogar wahrscheinlich. Das dieser dann aber unbeschadet aus der Sache rauskommt, ja noch Gewinn mache indem er sich selbst Autos verschachert - das ist hier in Deutschland rechtlich vermutlich möglich, aber moralisch nicht vertretbar. Aber was kümmern sich Leute wie S.P. und S.K. um Moral? Meiner Meinung nach überhaupt nicht...

 

 
     
 

Das Insolvenzgericht interessiert sich nicht dafür...

 
     
   

Meine Einwände beim Insolvenzgericht Hildesheim wurden dort genau so sorgfältig geprüft, wie dort der Postausgang funktioniert. Als Antwort auf mein Schreiben erhielt ich persönliche Unterlagen einer mir gänzlich fremden Person. Siehe HIER.

Ich hatte den Eindruck, das sich das Insolvenzgericht Hildesheim schon fast belästigt fühlte.

Wenn sich schon Gerichte für solche Methoden nicht interessieren, dann Gute Nacht...

 

 
 

Das Ende...

 
  Das Ende: Die Fahnen werden eingeholt....

 

-wird bei Gelegenheit erweitert/ergänzt- Diese Seite erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit

Es stehen noch viele Einzelheiten -viele davon mit Fotos dokumentiert- zur Veröffentlichung an. Vielleicht können Sie hier später lesen, was wie verschwand, was ein StreetKa und eine Feuerwehr für eine Rolle spielen, und vieles mehr.....

 

 

 
 

Was ist jetzt am jahrzehntelangen Ford-Standort?

 
     
   

Heute befindet sich an dieser Stelle immer noch ein Autohaus. Es ist aber kein Ford-Haupthändler mehr mit der entsprechenden Bedeutung. Auch dieses Autohaus war schon einmal insolvent. Der Vertrag über die Hauptmarke wurde bereits zum 1.6.2009 entzogen und an ein anderes Autohaus vergeben.

Bislang war dieses Autohaus auch eine Ford-Service-Station (das ist eine geringe Qualifikation, die jede freie Werkstatt erwerben kann und nichts mit einem Ford-Händler zu tun hat). Jetzt sind sogar die Ford-Embleme am Firmengebäude abgeklebt, neuerdings abmontiert.

Raten Sie mal, wer der Insolvenzverwalter war? Wenn Sie jetzt noch raten könnten, wer dort dem Insolvenzverwalter "geholfen"  haben soll  und dort wöchentlich mit seinem Mustang aufkreuzte, und dafür noch fast 10.000 Euro erhalten haben soll  - dann haben Sie aus dieser Geschichte etwas gelernt. Eine kleine Hilfe: Der Name fängt mit "P" an und hört mir "k" auf...

 

 
     
  § Der Insolvenzverwalter muss nach §56 InsO eine geschäftskundige und von Gläubigern und Schuldnern unabhängige Person sein.

Ob das hier zutrifft? Ich meine: Nein!

 
     
 

Gibt es in Goslar noch FORD ?

 
   

Ja, gibt es seit 2006. Diese Firma befindet sich an anderer Stelle in Goslar (in den Geschäftsräumen einer ehemaligen Honda-Vertretung), besteht aus ca. 10 Mitarbeitern und gehört zu den kleinen Händlern in Goslar. Somit hat diese Firma größenmäßig leider nicht die Bedeutung, die der Marke Ford in Goslar eigentlich zusteht.

Einen ebensolchen kleineren Händler gibt es noch in Bad-Harzburg. Dieser besteht allerdings schon etliche Jahre. Ich kenne ihn seit 1967. Er ist vom damaligen Besitzer an 2 ehemalige Mitarbeiter übergeben wurden.

Einige Ford-Kunden fahren auch noch in die Vienenburger Straße, zum "alten" Ford-Standort.

Andere, z.B. auch gewerbliche Großkunden, haben der Marke Ford ganz den Rücken gekehrt.

 

Ford in Goslar Köhrich Jahns Brau Neu ab 2006
  Ford "alt", Standort Vienenburger Strasse Ford "neu"
Mitarbeitergröße > 30 >30  - 50 >30 -  40 ca. 10
Beschäftige Kfz-Meister mit Meisterprüfung Ja (2) Ja (2) Ja (2), zeitweise sogar 3 Nein
Tarifliche Arbeitszeit Ja Ja Ja Nein
Tariflohn, incl. Sonderzahlungen Ja Ja Ja, aber im letzten Jahr nicht voll bezahlt.(Insolvenz) Nein
Eigene Lackiererei Ja Ja Ja Nein
Gelernte Karosseriebauer/Lackierer Ja Ja Ja Nein
Eigene Mietwagenabteilung Ja Ja Ja Nein
Betriebsrat Ja Ja Ja Nein
Firmeneigene Waschstraße Nein, aber Waschhalle mit Hebebühne und extra Mitarbeiter. Ja Ja Nein

 (alle Angaben: Stand 2010)

 

 

 
     
 

 

Leserbriefe:

 
 

 

 
 

Sehr geehrter Herr Kamm,

wir kennen uns seit vielen Jahren. [weiterer Inhalt] Entgegen Ihrer Aufstellung ist es aber so, dass bei [...] ihr ehemaliger Meister N. arbeitet. Somit ist Ihre Aufstellung nicht korrekt. [weiterer Inhalt]

Mit freundlichen Grüßen

[...]

Darauf meine Antwort:

Hallo Herr [...],

vielen Dank für Ihr Schreiben, das ich auszugsweise anonym veröffentlichen werde. Es ist richtig, das Herr N. bei [...] arbeitet, es ist aber nicht richtig, das er Kfz-Meister ist. Er hat lediglich eine Gesellenprüfung. Somit ist meine Listung "Kfz-Meister mit Meisterprüfung = NEIN" richtig. [weiterer Inhalt]

Viele Grüße

Fritz Kamm

 


Lieber Herr Kamm,

Sie werden mir immer in Erinnerung bleiben. So schnell wie Sie tippt vermutlich keiner auf Rechenmaschine und Computer rum. Was Sie in 3 Minuten getippt haben, hat manche Ihrer Kollegen einen halben Tag beschäftigt...

[...]


Sehr geehrter Herr Kamm,

haben Sie denn gar nichts von den Ford-Werken erhalten? Immerhin haben Sie doch so lange für diese gearbeitet. [...]

Darauf meine Antwort:

Guten Tag, Herr [...],

leider ist es so, das man als Angestellter in einem Autohaus nicht für die entsprechende Marke arbeitet, sondern nur für den jeweiligen Inhaber. Somit habe ich gegenüber den Ford-Werken auch keinen Anspruch. Schön wär's aber :-)

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Kamm


Sehr geehrter Herr Kamm,

diese Leute kann man nur als [zensiert] bezeichnen. Da ich ähnliches erlebt habe, kann ich auch nur sagen: Ehrliche Arbeit lohnt sich in vielen Fällen nicht mehr. Man muss lügen und betrügen.

[...]

 

Sehr geehrte Frau [...],

wie Recht Sie doch haben. [...]

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Kamm

 

 
     
 

 

 
 

Informationen zur Insolvenz allgemein:

Betrug

Ein Unternehmer, der trotz Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung Leistungen entgegennimmt oder anfordert, ohne die Bezahlung sichergestellt zu haben, begeht nach der Rechtsprechungspraxis in der Regel bereits einen Betrug, § 263 StGB.

Insolvenzverschleppung

Dieser Tatbestand wird relativ häufig von dem Geschäftsführer einer GmbH oder dem Vorstand einer AG erfüllt, wenn er nicht frühzeitig Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit erkennt und seiner gesetzlichen Verpflichtung zur unverzüglichen Insolvenzbeantragung nachkommt.

Bankrott

Dieser Tatbestand ist bereits dann erfüllt, wenn es zur Insolvenz kommt und die Buchhaltung nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Hand aufs Herz: Ist Ihre Buchhaltung so aktuell, dass Sie jederzeit vor einen Staatsanwalt treten können?

Veruntreuung von Arbeitsentgelt

Der Unternehmer ist bemüht, mit den nur noch spärlich vorhandenen liquiden Mitteln das Notwendigste zu bezahlen, beispielsweise Ware, Rohstoffe und in der Regel auch noch die Nettolöhne, damit wenigstens die Mitarbeiter ihr Geld haben. Für die dann anstehenden Sozialversicherungsbeiträge reicht es dann oftmals nicht mehr und stellt per se einen Straftatbestand dar, wenn nicht mit sehr guten Argumenten und Kenntnis zahlreicher Details dieser sehr gern erhobene Pauschalvorwurf widerlegt werden kann.

Insolvenz und Strafrecht

Ein Unternehmer muss davon ausgehen, dass jeder Vorgang, der sich mit Insolvenz befasst, früher oder später auch bei einem Staatsanwalt zur Überprüfung ansteht. Die Insolvenzgerichte sind verpflichtet, alle mangels Masse abgewiesenen Verfahren direkt dem Staatsanwalt anzuzeigen. Dieser wird dann direkt Überprüfungen vornehmen. Aber auch alle eröffneten Verfahren sind Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Überprüfungen.

 

 
     
 

 

 
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Wichtiger Hinweis, um eine Verwechslung zu vermeiden:

 
 

 

 
  Bitte beachten Sie beim Lesen dieses Berichtes, das ich an das Autohaus Brau keine Forderungen habe, sondern nur an die Firma Autopark Brau !

Die Firma:

Autohaus Brau
Hackenweg 4
26127 Oldenburg
www.ford-brau.de

hat mit der ehemaligen Firma:

Autopark Brau
Hackenweg 4
26127 Oldenburg
www.autopark-brau.de

 

nach Aussage des Hauptgesellschafters der Firma "Autohaus Brau, Oldenburg"  nichts, aber auch absolut gar nichts zu tun. Die Firma "Autohaus Brau, Oldenburg"  wird nach Angabe des Hauptgesellschafters auf seriöse Art und Weise geführt.

Autohaus Brau wurde im Jahre 2006 nach der Insolvenz von Autopark Brau mit privatem Eigenkapital gegründet, teilweise wurde vom Insolvenzverwalter übernommen.

Die Firmenchronik vom Autohaus Brau ist auf der deren Seite: http://www.ford-brau.de/go.to/modix/now/historie.html zu finden. Siehe dazu auch den Bericht http://ford-brau.de/go.to/modix/2,353069/aktuelles_von_brau.html


Wie es zum Autopark Brau kam, können Sie hier nachlesen: (nicht vollständig, es sind nur die nach meiner Meinung wichtigsten Daten aufgeführt)

 

1920 erfolgte die Firmengründung durch Heinrich Brau. Dieser hatte eine Spezialfirma für autogenes Schweißen und zur Durchführung von Reparaturen an KFZ und Motorrädern aller Art.

1928 wird Heinrich Brau "Autorisierter Ford-Verkaufs- und Reparaturdienst"

1949 tritt Joachim Eggers als Autoverkäufer in das Unternehmen ein.

1965 Firmengründer Heinrich Brau stirbt. Geschäftsführer wird der Sohn Heino Brau. Joachim Eggers wird Prokurist.

1972 Heino Brau stirbt mit 54 Jahren.

1987 Aus  der Heinrich Brau KG wird in eine GmbH und Co. KG. Joachim Eggers wird Geschäftsführer.

1995 Joachim Eggers scheidet als Chef aus und übergibt an den Kaufmann Chris Sprungmann.

Unter Sprungmann, einem Kaufmann mit starkem Expansionsdrang, entsteht aus dem Autohaus Brau die Gruppe Autopark Brau mit 24 Autohäusern. (Siehe Anzeige unten)

2001 Die Firma Brau übernimmt den insolventen Hildesheimer Ford-Händler Autopark Jahns und dessen Filialen in Alfeld, Seesen und Goslar. Alle Betriebe firmieren jetzt unter der Bezeichnung "Autopark Brau"

2004 Chris Sprungmann verkauft je 40% an seine Nachfolger Sven Jessen und Stephan Paruk und wandert in die USA aus.

2005 Die Nachfolger müssen Insolvenz anmelden.

2006 Der Geschäftsbetrieb der Firma Autopark Brau, entstanden aus der Firma Autohaus Brau, wird per 31.3.2006 beendet.

 

Eine Anzeige der nicht mehr existierenden Firma "Autopark Brau":